1. Grundlagenförderung und Förderung der Denkfähigkeit
Die Grundlagenförderung und die Förderung der Denkfähigkeit sind in enger Verbindung mit körperlich - sportlicher Aktivität durchzuführen.
1.1. Grundlagenförderung
In unserer täglichen Arbeit werden wir ständig mit den Auswirkungen der veränderten Kindheit konfrontiert. Familienstrukturen, Erziehung, Freizeit- und Konsumverhalten ermöglichen vielen Kindern immer weniger Erfahrungen aus erster Hand. Daraus können Defizite in den unterschiedlichsten Bereichen resultieren (Körper- und Sinneswahrnehmung, Konzentration, Motorik, kommunikative und emotionale Kompetenzen ...), denen wir entgegenwirken wollen. Da jedes Kind mit einer individuellen Lernausgangslage die Grundschule besucht, müssen wir in gemeinsamer Verantwortung und durch gezielte Lehrerfortbildung, die individuelle Förderung jedes Schülers vor allem in der flexiblen Schuleingangsphase anstreben.
Dazu gehört, dass:
- verschiedene Lernkanäle angesprochen werden (z.B. visuell, auditiv, haptisch)
- der Lernstoff reduziert oder erweitert wird (quantitative Differenzierung)
- der Stoff dem Lernniveau des Kindes angepasst wird (qualitative Differenzierung)
- materielle und personelle Hilfsangebote gemacht werden
- leistungsgemischte Partnerarbeitsformen, sowie das Lernen in altersgemischten Gruppen praktiziert werden
- selbstständige Auseinandersetzung mit Aufgabenstellungen innerhalb von Werkstattarbeit, Projektarbeit, Freiarbeit und Lernen an Stationen ermöglicht wird
- eine positive Lernatmosphäre geschaffen wird
Wir fördern:
- Wahrnehmung und Konzentration
- Ausdauer
- Fein- und Grobmotorik
- Auge- Hand- Koordination
- Rechts- , Linksorientierung
- Verhalten
Sportlich interessierte und begabte Kinder werden durch Sportarbeitsgemeinschaften und zusätzliche sportliche Angebote auf breiter Ebene weiter gefördert. Das trägt zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei.
Das Alter von 6 bis 10 Jahren ist durch intensive körperliche und motorische Aktivität und Entwicklung gekennzeichnet.
Dies ist der Zeitraum des besten motorischen Lernens und optimaler koordinativer Vervollkommnung. Durch vielfältige Bewegungsaufgaben sind die koordinativen Fähigkeiten komplex zu vervollkommnen. Die konditionellen Fähigkeiten werden durch abwechslungsreiches und intensives Üben vielseitig ausgeprägt.
Maßnahmen:
- im Unterricht:
- Bewegungs- , Konzentrations- und Koordinationsspiele/Übungen werden regelmäßig durchgeführt (z. B. Morgenkreis, Stundenanfang, Sportunterricht)
- Auswahl von Arbeitsformen, die die Kinder ganzheitlich ansprechen
- Durchführung offener Unterrichtsformen (wie Tagesplan, Stationen)Projektarbeit
- Angebotsstunden zur sportlichen Betätigung, Konzentration, Entspannung, gesunden Lebensweise...
- Teilnahme am Projekt "Klasse 2000"
- außerhalb des Unterrichtes:
- AG (Volleyball, Basketball, Schach)
- Hortsport (Fußball)
- begleitender Art:
- gezielte Nutzung von Fortbildungsangeboten durch das Kollegium
1.2. Förderung der Denkfähigkeit
Schwerpunkte sehen wir in der Förderung des vorausschauenden und logischen Denkens, beim Übertragen von Inhalten und bei der Abstraktion von Bekanntem. Hierbei legen wir besonderen Wert auf die Erfassung von Zusammenhängen und auf die Fähigkeit, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden.
Zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit verwenden wir verstärkt Kopfrechenübungen sowie Denk- und Knobelaufgaben. In unserem Unterrichtsalltag beobachten, forschen und experimentieren wir und fügen Bewegungslieder und Spiele ein. Das Erlernen von Konzentrationstechniken ist fester Bestandteil unseres Unterrichtes. Das Lernen von Gedichten und das Lösen von Kettenaufgaben unterstützen die Ausbildung der Merkfähigkeit. Im Sportunterricht lernen die SchülerInnen, sich auf Techniken, Übungen und Spielsituationen zu konzentrieren.
Sinnerfassendes Lesen hat als Schlüsselkompetenz eine besondere Bedeutung in unserem Schulalltag. Um es zu fördern und weiterzuentwickeln, werden Arbeitsanweisungen teilweise schriftlich gegeben, Texte zusammengefasst und nacherzählt sowie vorgegebene Textteile von den Schülern logisch geordnet. Die Schüler lösen Sachaufgaben und orientieren sich an Bedienungs- und Spielanleitungen zur selbständigen Arbeit.
Diese Anforderungen werden gezielt im Unterricht umgesetzt und in Klassenarbeiten angewendet.
Die Ergebnisse werden mit Parallelklassen verglichen und in Team-, Klassen- und Gesamtkonferenzen ausgewertet. Eine ständige Kooperation mit Eltern wird zur gegenseitigen Information und Abstimmung angestrebt.
Maßnahmen:
- Steigerung der Konzentrationsfähigkeit:
- Wechsel von An- und Entspannung
- Entspannungsübungen, Malen, Meditation,Phantasiereisen, Bewegungslieder und -spiele, Konzentrationsübungen
- Denk- und Knobelaufgaben
- Kopfrechnen
- Beobachten, Forschen und Experimentieren
- Wortspiele, Zungenbrecher, Gesprächskreis
- Schulung der Merkfähigkeit:
- Systeme erarbeiten/Merkhilfen
- KIM-Spiele (Oberbegriffe finden)
- Auswendiglernen von Gedichten und Liedern, Nacherzählen
- Einmaleins, Sachaufgaben, Kopfrechnen, Kettenaufgaben
- Beobachtungsprotokolle schreiben
- Fachbegriffe lernen
- Übungsverbindungen einprägen (im SpU)
- Förderung der Fähigkeit zum sinnentnehmenden Lesen:
- schriftliche Arbeitsanweisungen
- Texte zusammenfassen und nacherzählen
- vorgegebene Textteile logisch ordnen
- Sachaufgaben
- Bedienungs- und Spielanleitungen
- Fragen zu Texten beantworten
© GS Brueckfeld

